Mar 112010

So, die ersten Flaschen meines selbstgebrauten sind leergetrunken. Eigentlich bin ich von dem Resultat total überrascht. Ich habe eine fad schmeckende Plörre erwartet, ohne Schaum und ohne Spritzigkeit. Aber es ist wirklich echtes, gutes und schmackhaftes Bier geworden. Vielleicht noch etwas jung; aber ich wollte nicht mehr länger warten mit versuchen…

Der Schaum könnte noch etwas stabiler sein und etwas mehr Kohlensäure würde der Spritzigkeit auch noch gut tun. Das hat wohl mit der Reifung zu tun.

Heute mache ich mit einem anderen Produkt einen zweiten Sud mit leicht geänderter Rezeptur.

Dazu verwende ich ein Malzkonzentrat von Coopers “Heritage Lager”. Ich habe mir auch ein grösseres Gärfass besorgt, so dass ich 20 Liter aufs Mal brauen kann.

In meinem Recherchen über Rohprodukte und Geräte für Hobbybrauer bin ich auf den Shop von  Richi Leder in Wald gestossen und gleich mal hingefahren. Dort gibt es alles (auch als online Shop) was des Brauers Herz begehrt inklusive einer ausgezeichneten und kompetenten Beratung.

Ich werde berichten …

Feb 042010

Das Bier habe ich am 30. Januar in Flaschen abgefüllt. Der Sud ergab 19 Halbliterflaschen. Es beginnt die Flaschengärung sowie die etwa 5 – 12 Wochen dauernde Reifezeit.

Wenn ich richtig rechne, kann ich die erste Flasche am 6. März versuchen, bis dann ist Geduld angesagt.

Ich werde berichten …

Jan 022010
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Ha … jetzt hat’s mich erwischt. Nachdem ich zu Weihnachten ein Bierbrau-Set geschenkt bekommen habe, habe ich ein neues Wissensfeld zu erforschen. Mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe als einzige Zutaten und einer ausführlichen Anweisung kann das ja nicht zu schwierig werden – dachte ich mir. Doch ich lernte schnell. Bierbrauen ist eine Wissenschaft. Das Internet ist gut bestückt mit Anweisungen, Produkten und Verfahren, wie Hobbybrauer zu ihrem Lieblingsgetränk kommen. Es gibt zwei im Wesentlichen zwei Methoden:

  • Fortgeschrittene durchlaufen den ganzen Prozess wie in der echten Brauerei. Das heisst inklusive Schroten des Malzes sowie der Herstellung der Würze aus Wasser, Malz und Hopfen (Reinheitsgebot!). Dies ist der aufwändigste Teil des ganzen Prozesses und bedingt geeignete Gerätschaften und Kenntnisse, damit brauchbare Resultate erreicht werden.
  • Anfänger – wie ich einer bin – haben ein Bierbrauset, bei welchem der eigentliche Brauvorgang bereits durchgeführt wurde und dessen Resultat in Form von Malzkonzentrat (Dickflüssig oder Pulver) vorliegt. Hier beschränkt sich das Ganze auf den Gärungsprozess, welcher mit Hilfe von Trockenhefe in Gange gesetzt wird, und das Abfüllen in Flaschen mit anschliessender Lagerung. Das Resultat soll nicht allzu schlecht sein – also ausprobieren!

Aber bitte der Reihe nach:

  1. Zuerst müssen geeignete Flaschen besorgt werden. Am besten Pfandflaschen mit Bügelverschluss. Einwegflaschen sind nicht geeignet – sie platzen sehr wahrscheinlich während der Flaschengärung.
    Das rechtzeitige Besorgen der Flaschen ist wichtig, sonst stehst du Depp da mit 10 Litern Jungbier und weisst nicht wohin damit … und 20 Flaschen aussaufen an einem einzigen Tag ist auch nicht jedermanns Sache und würde das anschliessende Abfüllen leicht erschweren.
  2. Als nächstes – und wichtigstes – kommt die Hygiene. Alle Geräte und Behälter müssen peinlichst sauber gereinigt und entkeimt werden. Verdorbenes und saures Bier schmeckt nicht.
  3. Nun geht’s los: Die Herstellung der Bierwürze. Genau an die beigelegte Anleitung halten, welche in meinem Fall – gekürzt – so lautet:
    • Abwägen des Malzkonzentrates (500 g) für die erste Schüttung.
    • Abwägen des Malzkonzentrates (423 g) oder den Zucker (333 g) für die zweite Schüttung. (Falls man Zucker nimmt, verletzt man das Reinheitsgebot …)
    • Gründliches und vollständiges (!) Auflösen der beiden Schüttungen in drei Litern frisch abgekochtem und auf 80 °C abgekühltem Wasser im Gärbehälter.
    • Auffüllen mit kaltem (am besten abgekochtem) Wasser auf zehn Liter. Das ergibt gerade die richtige Temperatur von 24 – 30 °C.
  4. Bei Verwendung von ungehopftem Konzentrat muss jetzt Bitter- und ev. Aromahopfen-Konzentrat (3 ml bzw. 1 ml) gemäss Rezept beigegeben werden. Umrühren.
  5. Die Wiederbelebung (Rehydrierung) der Trockenhefe geschieht gemäss Anleitung auf der Verpackung (Menge beachten). Sie sollte jetzt bereitstehen und kann der Würze beigegeben werden. Gut umrühren und den Gärbehälter mit dem Deckel verschliessen. Das Gärrohr aufsetzen und mit etwas Flüssigkeit füllen und fertig – alles nach Anleitung natürlich.
  6. Die Gärung erfolgt an einem warmen Ort bei 18 – 24 °C. Das kann ohne weiteres im Wohnzimmer sein, denn es entstehen keine unangenehmen Gerüche – dies sollte allerdings mit dem Rest der Familie abgesprochen werden. Heizungskeller, Hobbyraum etc. geht aber auch. Die Gärung macht sich durch mehr oder weniger starkes Blubbern im Gärrohr bemerkbar. Nach 4 bis 8 Tagen nimmt die Gärung ab. Sie ist abgeschlossen, wenn keine Blasen mehr aufsteigen. Es ist wichtig, das die Gärung vollständig abgeschlossen wird – sonst fliegen später möglicherweise Fetzen (Scherben).
  7. Jetzt kann das Jungbier über den Ablasshahn in einen sauberen Behälter umgefüllt werden, ohne Aufmischen des Bodensatzes! Gärbehälter reinigen und das ganze Gebräu zurück in diesen kippen.
  8. Je nach Rezept und Anleitung erfolgt das Ansetzen der Nachwürze (Speise) mit Konzentrat oder Zucker:
    • 600 ml Wasser zum Kochen bringen; abkühlen lassen auf 80 °C
    • 100 – 150 g Konzentrat oder Zucker darin auflösen
    • abkühlen lassen auf 20 – 30 °C
    • dem Jungbier zugeben und gründlich umrühren
    • fertig!
  9. Die Flaschen müssen entkeimt werden. Dies geschieht entweder mit einem Spezialmittel, mit kochendem Wasser oder im Backofen bei 130 °C während 15 Minuten. Abkühlen lassen.
  10. Nun geht’s ans Abfüllen. Jede Flasche am besten mit einem Schlauch, welcher bis auf den Flaschenboden reicht, bis 3 cm unter den Verschluss auffüllen und sofort verschliessen.
  11. Zur Lagerung bleiben die abgefüllten Flaschen noch während 6 – 7 Tagen an der Wärme um die Nachgärung einzuleiten und dann an einem kühlen Ort aufrecht und unberührt für 5 – 12 Wochen.

Ich werde berichten, wenn’s soweit ist und ich die erste Flasche geöffnet habe. In der Zwischenzeit suche ich Freiwillige, welche es wagen, den ersten Schluck zu versuchen.

Hier noch der Link zu meinem Weihnachtsgeschenk.

Dec 042009

Seit heute benutze ich für die Erstellung und Veröffentlichung meiner Blog-Beiträge das Gratis-Programm von Microsoft “Windows Live Writer”.

Bis dato verwendete ich entweder den WordPress Editor oder aber Word für die lokale Bearbeitung. Aber das war eine ewige Bastelei mit Vorschau, Einbinden von Bildern, Kontenverwaltung etc.

Mit Life Writer macht es richtig Spass – ehrlich (Dies ist keine Werbung für Microsoft!)

Nov 272009

Yosemite ValleyIch habe einen neuen Blog eröffnet. Dort werde ich – wann immer ich Zeit und Lust habe – zu Themen der Fotografie  berichten. Dazu gehören Aufnahme- und Bearbeitungstechniken sowie Galerien mit meinen Bildern, von denen ich glaube, sie anderen zeigen zu dürfen. Bis bald!

"Photography" – Blog powered by Hans Joerg Klemenz

Oct 202009

Zwei Mediziner streiten sich im Flur der Universität über die fundamentale Frage: "Wann beginnt das Leben?"

Der Eine: "Ganz klar, das Leben beginnt mit der Geburt eines Menschen."

Darauf der Andere: "Irrtum, das Leben beginnt mit der Zeugung. Auch das ungeborene Leben ist klarerweise bereits Leben."

Da mischt sich der alte Hauswart, welcher soeben vorbeigeht, in den Streit ein: "Das Leben beginnt, wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund gestorben ist."

Oct 072009

Diese Geschichte ist nicht neu und weit verbreitet; trotzdem gefällt sie mir.

Wenn die Hindernisse in Ihrem Leben nahezu unüberwindlich und die vierundzwanzig Stunden eines Tages nicht ausreichend erscheinen, denken Sie an das Marmeladenglas und den Wein …

Ein Philosophie-Professor stand vor Studenten mit einigen Gegenständen. Als der Unterricht begann, griff er wortlos zu einem riesigen leeren Marmeladenglas und begann, es mit Golfbällen zu füllen. Als er damit fertig war, fragte er die Klasse, ob das Glas voll sei, was alle bejahten.

Dann holte der Professor eine Kiste mit kleinen Steinen hervor und schüttete sie in das Glas. Er schüttelte es ein wenig, so daß sich die kleinen Steine zwischen den Golfbällen verteilten. Anschließend fragte er die Studenten, ob das Glas voll sei, was wiederum alle bejahten.

Danach griff der Professor zu einer Kiste mit Sand, den er ebenfalls in das Glas schüttete. Der Sand füllte natürlich die übrigen Hohlräume im Glas auf. Erneut fragte der Professor, ob das Glas voll sei. Die Klasse antwortete einstimmig mit Ja.

Zum Schluß nahm der Professor zwei Gläser Wein und schüttete sie beide in das Glas. Auch die Hohlräume zwischen den Sandkörnern wurden nun aufgefüllt. Die Studenten lachten.

"Also", sagte der Professor, als das Gelächter abgeebbt war, "Wenn Ihr Euch nun vorstellt, daß dieses Glas Euer Leben repräsentiert, dann stehen die Golfbälle für die wichtigen Dinge in Eurem Leben: Eure Familie, Lebenspartner, Kinder, Gesundheit, Freunde und Lieblingsbeschäftigungen. Die Dinge, die auch dann, wenn alle anderen Dinge verloren gingen und nur sie übrig blieben, Euer Leben vollkommen machen würden. Die kleinen Steine sind die anderen Dinge, die etwas bedeuten, wie die Arbeit, das Haus, das Auto usw. Der Sand repräsentiert all die anderen Kleinigkeiten".

Der Professor fuhr fort: "Wenn Ihr den Sand zuerst ins Glas schüttet, bleibt kein Platz mehr für die kleinen Steine oder die Golfbälle. Genauso ist es im Leben. Wenn Ihr Eure ganze Energie und Zeit für kleine unbedeutende Dinge aufbraucht, habt Ihr nie genügend Platz für das, was Euch wichtig ist.

Achtet auch die Dinge, die für Euer Glück entscheidend sind. Spielt mit den Kindern. Achtet auf die Gesundheit. Ladet Euren Lebenspartner zum Essen ein. Geht zu einer kulturellen oder einer Sportveranstaltung, dreht noch eine Runde mehr auf dem Golfplatz oder macht etwas Gutes für die Gesellschaft.

Es gibt immer genügend Zeit, um das Haus zu putzen und die Abläufe zu reinigen. Stellt die Golfbälle an erste Stelle, also die Dinge, die wirklich etwas bedeuten. Konzentriert Euch auf das, was Ihr bevorzugen wollt – der Rest ist bloß Sand."

Einer der Studenten hob den Arm und fragte, wofür denn der Wein stehen sollte. Der Professor lächelte: "Ich bin froh, daß du fragst. Damit wollte ich lediglich zeigen, daß auch dann, wenn Euer Leben völlig zugestopft erscheint, immer noch Platz ist für ein paar Gläser Wein mit guten Freunden".

Aug 302009

Dieser schöne und friedliche Zeitgenosse aus der Familie der Wespenspinnen war einige Tage unser Gast im Wohnzimmer. Die ins Netz geworfenen, halbtot geschlagenen Fliegen nahm sie immer dankbar entgegen…

Wespenspinne

Aug 012009

Cool … es ist wieder einmal soweit. Wir Schweizer feiern unseren Nationalfeiertag — oder glauben mindestens, dass wir ihn feiern. Im Vordergrund steht das Abbrennen von aus China importiertem Billigst-Feuerwerk schon Nächte vorher und das An- und Verbrennen einiger Bratwürste und Cervelats (brasilianische Rinderdärme) auf dem häuslichen Holzkohlegrill. Die dabei aufsteigenden Rauch- und Geruchsschwaden werden von allen Nachbarn wohlwollend und verständnisvoll — zumindest vordergründig — zur Kenntnis genommen. Wir sind eben "… ein einig Volk von Brüdern …" und immer sehr tolerant.

Wird es dann Abend, dann pilgern alle (oder zumindest einige) zum traditionellen 1. August-Festplatz, vor allem, weil es dort immer einen Gratis-Apéro und eine verbilligte Bratwurst gibt. Im besten Fall spielt keine Musik oder solche vom Band. Im schlimmsten Fall hat der Gemeinderat nach mehreren Sitzungen entschieden, einen Allein-Unterhalter zu engagieren. Allein-Unterhalter sind Menschen, welche, meist mit einem Keyboard bewaffnet, anderen Menschen akustischen Schmerz zufügen und auch noch unterhalten, wenn sie schon alleine sind – Allein-Unterhalter eben. Zwischen dem besten und dem schlechtesten Fall gibt es noch die durch Ferienabwesenheiten unterbesetzte Dorfmusik, welche sich tapfer und ohne Dirigent durchs Repertoire kämpft. Zum Schluss und nach einem Bier kommen die Musikanten nochmals zum Einsatz, wenn nach der obligaten Ansprache gemeinsam (Strophe 1 bis 4) die Landeshymne abgesungen wird. Jawohl, das heisst abgesungen.

Apropos Ansprache: Diese wird jeweils immer mit einiger Sorge erwartet, vor allem von den Besuchern an den vorderen Tischen. Diese sind die einzigen, welche überhaupt etwas hören, während die ohrenzuhaltenden Glücklichen auf den hinteren Rängen mit dem Abwehren von herumfliegenden Knallfröschen eine unterhaltsame Überbrückungsbeschäftigung gefunden haben.

Zum Inhalt der Ansprachen fällt mir gar nichts ein … sonst erscheine ich plötzlich noch auf irgendeiner schwarzen Liste.

Anschliessend steigert sich die alljährliche Pyromanie ins grandiose. Dann nämlich wird das vom Turnverein gesammelte und aufgeschichtete Holz mit einem wahren Kriegsgeschrei in Brand gesteckt, was je nach Trockenheit des Holzes schnell, langsam oder überhaupt nicht geht. Dann wird eben mit einigen Hektolitern Dieselöl oder Benzin – immer in Einklang mit der geltenden Feuerschutzverordnung – etwas nachgeholfen. Und – oh Wunder – plötzlich sieht man in der Ferne, dass die lieben Nachbargemeinden dasselbe tun. Man sagt, dass die alten Eidgenossen diese aufwändige Form der Kommunikation benutzt haben, um sich mitzuteilen, dass es an der Zeit wäre, die ausländischen Vögte zum Teufel zu jagen oder mindestens totzuschlagen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen 1. August.

Feb 222009

So, seit Februar 2009 arbeite ich nur noch 70%. Genauer: Im Winter 80% und im Sommer 60%. Cool – nicht? Einen oder zwei zusätzliche freie Tage pro Woche lässt mein Leben nach 60 etwas leichter werden. Sozusagen als Vorbereitung auf die Zeit nach der Pensionierung, welche schon in zwei Jahren stattfindet.

Das führt mich langsam aber sicher an die fundamentale und allgegenwärtige Frage aller Pensionierten heran: "Was mach ich denn mit all dieser freien Zeit?" Und siehe da, schon mit einem freien Tag pro Woche fängt es an: "Welches Programm läuft am nächsten Freitag?" Nur herumsitzen liegt nicht drin; dazu ist die Zeit zu kostbar und zu teuer – schliesslich verdiene ich ja auch nur noch 70%. Somit bedarf es einer soliden wöchentlichen Planung, um die Zeit möglichst gewinnbringend zu nutzen.

Sind die Wetteraussichten gut, dann steht in der Regel Golfspiel an oberster Stelle. Vor sieben Jahren habe ich (und später auch meine Frau) mit diesem Sport begonnen, und seither "frisst" es einen grossen Teil unserer Wochenend-Freizeit. Doch mehr darüber in einem anderen Beitrag.

Als Amateur-Fotograf sind auch Ausflüge in die Natur geplant. Meist mit der ganzen schweren Fotoausrüstung im Rucksack. Meine bevorzugten Motive und Techniken sind Landschafts- und Nahaufnahmen sowie historische und moderne Architektur. Das Fotografieren von Menschen – und damit das Eindringen in Privatsphären – ist (noch) nicht so meine Sache, da muss ich wohl noch an mir arbeiten. Doch auch darüber mehr in einem anderen Beitrag. Schau mal vorbei: Fine-art-Photography und Fine Art Gallery