Ich habe mich wieder einmal aufgerafft zu einem Fotospaziergang in der Stadt. Das Stadtviertel Zürich West befindet sich in einer grossen Veränderung vom einstigen stolzen Industriestandort zum modernen Dienstleistungszentrum mit teilweise spektakulärer Architektur. Also los. Mit Weitwinkelobjektiv (17 – 35 mm) an meiner Sony und der kleinen Fuji X100 habe ich mich auf den Weg gemacht. Der "Eingang" zur Stadtwanderung befindet sich unter der neu renovierten Hardbrücke.

Hier treffen noch alt und neu zusammen. Alte Häuser, alternative Architektur und "Kunst am Bau" zwischen Viadukt und Hardbrücke.


Der neue Prime Tower ist wohl das bekannteste und das höchste Gebäude der Stadt. Es ist 126 m hoch und besitzt 36 Stockwerke. Der Blick durch den alten Viaduktbogen ist spektakulär.

Da der Tower oben "dicker" ist als unten, ist es gefährlich, die stürzenden Linien bei der Nachbearbeitung vollständig auszugleichen, da sonst ein völlig unnatürlicher Eindruck entsteht. Also ein bisschen schief lassen.

Auch hier findet man immer wieder alt neben neu.

Da wollte wohl jemand dem Prime Tower Konkurrenz machen mit ein paar aufeinander gestapelten Containern.


Aber auch die nahe Sicht auf den grosszügigen Eingang ist nicht ohne. Alles spiegelt sich irgendwo in einer anderen Fassade. Man fühlt sich beinahe wie in Manhattan.

Und weiter geht es Richtung Pfingstweidstrasse/Turbinenplatz. Auch der Mobimo Tower erreicht eine stattliche Höhe. Davor verharrt das bekannte Nagelhaus als Relikt aus vergangenen Tagen. Die Besitzer weigern sich standhaft zu weichen und das Gebäude dem Abriss zu opfern.

Der Turbinenpark ist mittlerweile der grösste Park der Stadt Zürich. Allerdings kommt er mir noch ein bisschen kahl daher.

Gerade gegenüber das Gebäude "Puls 5". Das ist die alte Giesserei, welche im Inneren noch erhalten ist aber eine moderne Hülle erhalten hat.

Hier habe ich die stürzenden Linien bewusst ganz korrigiert obwohl ich sehr nahe stand. Dadurch entsteht ein guter Eindruck von der Grösse des Komplexes.

Im Innern sieht man noch das Skelett der alten Grossgiesserei. Architektonisch sehr gut und auch harmonisch gemacht – finde ich.

Alt und neu nebeneinander

Moderne Innenhöfe mit klaren geraden Strukturen findet weiter Richtung Hardturm.


Gegen Ende des Viertels stosse ich auf die bekannten Bernoulli-Häuser. Eine ganze Siedlung, welche vom bedeutenden Architekten Hans Bernoulli zwischen 1914 und 1929 erbaut wurde.

Ein anderes markantes, allerdings schon etwas älteres Gebäude taucht beim weiterwandern auf: Das Technik-Gebäude Herdern der Swisscom.

Aha – Asphalt fertig – Stadt fertig? Fährt das Tram ins Nirgendwo?

Nein, natürlich nicht, es fährt durchs Grüne an den Hardturm-Sportplätzen vorbei bis zur Europabrücke und weiter bis zum Werdhölzli. Es ist aber nicht mehr der Vierer sondern die neue 17. Der Vierer hat eine neue Route zum Bahnhof Altstetten.

Mein Spaziergang geht zu Ende. Die Kirche Höngg rückt auch schon ganz leise und scheu ins Blickfeld.

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