Vielmehr beschäftigt mich eine ganz andere Frage: «Wie können die oftmals langweiligen Ansichten der Küstenlandschaften in ausdrucksstarke Bilder umgesetzt werden?»
Da die Schiffe entlang der Küste und zwischen den unzähligen Inseln hindurch verkehren und nur wenige Male über offene See, hat man eigentliche immer Sicht aufs Land. Dann steht man an Deck und ist beeindruckt von der vorbeiziehenden Landschaft Norwegens.
Und um ja nichts zu verpassen und alles einzufangen, drückt man ständig auf den Auslöser der Kamera. Wieder zu Hause, ist man ein wenig enttäuscht, dass die mitgebrachten Küsten-Bilder eigentlich immer gleich aussehen und die tatsächlichen Eindrücke der Reise (Mystik, Wind, Wellen, Meer, Berge usw.) nur ungenügend wiedergeben können – mit wenigen aussergewöhnlichen und wirklich gelungenen Ausnahmen.
Meist aber sind immer die gleichen Elemente sichtbar: oben Himmel mit Wolken; unten Wasser mit Wellen und in der Mitte hügelige bis bergige Küstenlandschaft. Zwischendurch auch mal ein Haus oder eine Siedlung. Was kann hier verbessert werden?
Was mich auf der ganzen Reise immer wieder fasziniert hat, war der mystische und geheimnisvolle Eindruck der zerfurchten Küsten bei mehr oder weniger schlechtem Wetter und misslichen Lichtverhältnissen. Ich will versuchen, den Weg zu beschreiben, wie ich diese Stimmungen umgesetzt habe.